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Romantische Grußkarten
Liebesbeweis zum Valentinstag
Liebesgedichte, Liebesgrüße und Liebeswünsche an Valentin romantisch
mit Grußkarte senden. Romantische Grußkarten sind ein gern erhaltener
Liebesbeweis zum Valentinstag.

Diese romantische Grußkarte stammt aus der Zeit um 1900. Beim Öffnen
wird ein ganzer Strauß Heideblumen plastisch, räumlich überreicht.
An oberster Stelle, links unten, ist eine große rote Blüte - aus Honigwabenpapier.
Eine Schwalbe fliegt mit Rosenzweig und Liebesbrief herbei. Unten rechts in der
Ecke ist ein Liebesgedicht von Emanuel Geibel (1815-1884) aufgedruckt. Die Liebeskarte
insgesamt thematisiert dieses Gedicht. "Wahre Liebe ist still und bescheiden,
/ Wählt nicht zum Schmucke
den prunkenden Strauß, / Aus dem unscheinbaren Blümchen der Haide / Blickt
sie am liebsten und schönsten heraus! (Geibel)". Der bescheidene Strauß,
die prunkvoll und effektvoll gestaltete Karte - wir wollen darin keinen Widerspruch
sehen.
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Links im Bild: So kommt die Karte an, bevor sie aufgeklappt wird. Unten in Seitenansicht:
es ist leicht zu erahnen, wie aufwendig die Grußkarte gestaltet ist. Wer sich
aufmacht, lange sucht, um so etwas zu finden: allein das ist ein schöner Liebesbeweis.
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Romantische Klappkarte, rückseitig handschriftliche Liebesgrüße,
datiert 1901. Durch einen mit Vergiß-Mein-Nicht umrankten Torbogen erbittet
der Liebste Einlaß zum geliebten Herzen. Linker Hand Cupido und rechter Hand
Amor als Geleit. Oben eine Taube mit den Liebeswünschen "Zur Erinnerung".
Vor dem goldenen Gatter ein Herz aus Vergiß-Mein-Nicht-Blüten, Tauben,
mit dem Liebesspruch: "Mag Dir jeder Tag wie heut / Seine schönsten Gaben
schenken / Und ein Herz in Zärtlichkeit / Deiner liebevoll gedenken." Wenn
Valentin immer so romantisch daher kommt, kann am Valentinstag eigentlich nichts
mehr schief gehen.

Mechanische Grußkarte. Zieht man den Steg heraus (siehe linkes Bild, oberhalb,
dieses Herausstehende), verschiebt sich das Motiv etwas in Richtung Mitte und wird
dabei leicht schräg aufgestellt (siehe auch drittes Bild, rechts unten). Der
versteckte Gruß "Herzlichen Glückwunsch" wird sichtbar. Motiv:
Ein Liebesengel schmückt eine Staffelei mit Blumenranken. Auf der Staffelei
ein vollendetes Gemälde: zwei brennende Herzen, verbunden mit einem Band
aus Vergißmeinnicht. Die Herzen sind die symbolisierte Liebeserklärung zum
Valentinstag: In Liebe zueinander entflammt.

Klappkarte aus Ungarn, 1884. Vermutlich aber deutsche Produktion, die exportiert
wurde. Ganz vorne auf der Lasche der Schriftzug "Szeretlek" - ungarisch
für "Ich liebe Dich". Die Lasche ist gleichlang mit der Rückwand,
steht so weiter nach vorne, als bei den "üblichen" Klappkarten. Der
zusätzliche Platz wurde hier nicht genutzt. Ist bei Grußkarten dieser Art jedoch
manchmal auch zur Gestaltung verwandt worden - weitere, nach vorne gehendere Ebene(n)
für komplexere Motive oder auch schlicht mit einem längeren Liebesgruß oder Gedicht
bedruckt.
Rechtes Bild, Cover: Vergißmeinnicht-Strauß in freier Natur mit einem regebogen-farbigen
Schmetterling; deutlich geprägte Pappe. Linkes Bild: innen, aufgeklappt: romantische
Liebesszene mit einem Liebespaar; Romantik, Klassizismus (?). Valentin spielt auf
der Mandoline und singt ein Liebeslied, Valentine stickt das Liebespfand.
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Romantische Grußkarte aus dem Jahre 1887, englisch. Gestaltet ist die Karte
als Faltkarte. Wird sie aufgefaltet (Bild unten), ist ein englisches Liebesgedicht
zu lesen. In der Art: "Einen Schatz nur will ich haben. Alles and're geb' ich
auf. Laß Dein Herz diesen Schatz sein. Gib' mir Teil an seinem Leben.",
usw.
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(Oben, links) Geflügelter Amor hält einen Strauß Rosen in darreichender
Geste, zu Füßen den Köcher mit den Liebespfeilen. Drei aufgeklebte
Oblaten-Bilder: links ein Fächer mit "Be mine" - Sei mein; rechts
eine Muschel mit "Ever the same" - frei übersetzt: Meine Gefühle
zu Dir werden sich nie ändern; unten mittig ein Vogel im Vergißmeinnichtbeet
mit "Forget thee ne'er shall I" - Ich werde Dich nie vergessen, oder
sinngemäßer: Du wirst immer in meinen Gedanken sein, bzw. mehr der Zeit
entsprechend: Dein werd' ich immer gedenken.
(Unten) Das vordere Cover hat drei Ebenen - zwei zusätzliche Ebenen lassen
sich räumlich nach oben ziehen. Die Pappe ist geprägt (alle Ebenen, auch
die Grundebene) - fährt man mit dem Finger darüber, fühlt man die
Höhen und Tiefen des Musters. Die oberen zwei Ebenen haben zusätzlich
Durchbrucharbeit ("Löcher"). Das galt bei gutem Porzellan als elegant;
wurde deshalb wohl auch bei den Grußkarten gern nachgeahmt.
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