Valentinstag

 


Die Maiennacht


Wenn der silberne Mond durch die Gesträuche blinkt
Und sein schlummerndes Licht über den Rasen streut,
Und die Nachtigall flötet,
Wandl' ich traurig von Busch zu Busch.

Überhüllet von Laub, girret ein Taubenpaar
Sein Entzücken mir vor, aber ich wende mich,
Suche dunklere Schatten,
Und die einsame Träne rinnt.

Wann, o lächelndes Bild, welches wie Morgenrot
Durch die Seele mir strahlt, find ich auf Erden dich?
Und die einsame Träne
Bebt mir heißer die Wang herab.


Ludwig Hölty 1748 - 1776



zurück zu: Liebesgedichte

 

 

 


Valentinstag.net
copyright © 2009, camo & pfeiffer

Frühlingsgedichte zum Valentinstag
Frühlingsgedicht: Die Maiennacht